Die Krimml-Wasserfälle in Österreich

Die Krimml-Wasserfälle – Die höchsten Wasserfälle Österreichs

 

Gewartet und betrieben vom Alpenverein Warnsdorf-Krimml, Oberkrimml 47, A-5753 Krimml

Tel.: 0043-6564.7212 / e-mail: warnsdorf.krimml@sektion.alpenverein.at

 

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Im Salzburger Land, zur Gemeinde Zell am See gehörend, stürzen die Krimmler Wasserfälle durch Schluchten und über harten Granit. Mit einer Fallhöhe von insgesamt 385 m gelten sie damit als  die höchsten Wasserfälle Österreichs und zählen zu den größten Europas. Gespeist werden sie von dem Gletscherbach Ache im Nationalpark Hohe Tauern. 

 

 

Es ist schon imposant, wie die Wassermassen in mehreren Stufen in die Tiefe brausen und den Zuschauern ein besonderes Spektakel bieten. Türkisfarben und Gischt verspritzend drohen sie, sich jene einzuverleiben, mit sich zu reißen. Unzählige Tröpfchen, durch die Wucht des Aufpralls ionisiert, benetzen Haut und durchdringen die Kleidung, wenn man dem kühlen Nass zu nahe kommt. Aber wie im Bann zieht es die Betrachter immer dichter zu den Klippen, fasziniert von der wilden, wenn auch bedrohlichen Schönheit. Begierig atmet man den feinen Wassernebel ein, zu verführerisch scheint die mit Feuchtigkeit durchtränkte Luft, so frisch, so rein. Ich bin überzeugt, stünde dort ein Schild mit der Aufschrift „Jungbrunnen“, viele würden hineinspringen in die gurgelnden Fluten.

 

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Die Krimmler Wasserfälle zählen daher mit ca. 400.000 Besuchern pro Jahr zu den zehn beliebtesten Sehenswürdigkeiten Österreichs. Die Preise sind zudem verträglich, im Gegensatz zu vielen anderen Touristenattraktionen in der heutigen Zeit. Die Parkgebühr beträgt 5 Euro und der Eintritt für den gepflegten Pfad pro Erwachsener 3 und je Kind 1 Euro. Besucher aus Tschechien, Holland, aus arabischen Ländern, Slowenien, England, den USA und nicht zuletzt aus Japan bestaunen dieses Naturereignis von diversen Aussichtskanzeln aus. Diese wurden entlang eines gut ausgebauten Weges, der sich serpentinenartig entlang des Wasserfalls schlängelt, angelegt. Schön an diesem Wasserfallweg ist nicht nur die Nähe zu den tobenden Naturkräften, sondern auch die Beschattung durch hohe Bäume, die das Wandern erleichtert.

 

 

Wer jedoch hoch hinaus möchte, bis zur obersten Plattform, dem Krimmler Tauernhaus in einer Höhe von 1.631 m, der sollte eine gute Kondition mitbringen, denn der Weg ist steil und man überwindet in kurzer Strecke über 400 Höhenmeter. So mancher, den wir keuchend den Berg erklimmend sahen, auch viele kleine Kinder, die von Eltern mitgeschleift wurden, schienen nicht so rechten Spaß an dem Aufstieg zu haben. Hätten sie doch lieber ein Taxi bemüht, denn diese gibt es dort tatsächlich. Natürlich nehmen sie nicht den selben Weg, sondern eine entferntere und private Kiesstraße, die der Versorgung der Almhütten und Restaurants dient. Eins dieser Bewirtungsangebote, das Gasthaus Schönangerl, liegt ca. 30 Geh-Minuten unterhalb des Krimmler Tauernhauses und dient einigen der schweißdurchtränkten Schaulustigen zur Erholungspause. Andere entschließen sich hier erschöpft zur Umkehr. 

 

In jedem Fall sind die Krimmler Wasserfälle einen Besuch wert. Die Mitarbeiter sind freundlich, die Preise moderat und die Aussicht traumhaft – was will man mehr?